Mögliche Gründe für einen erfolgversprechenden Einspruch gegen Bußgeldbescheid

Wenn Sie einen unvollständigen Bußgeldbescheid vorliegen haben, das Schreiben sogar bereits verjährt ist, Sie auf dem beiliegenden Foto nicht zu erkennen sind oder Sie Messfehler entdeckt haben, dann zögern Sie nicht mit Ihrem Einspruch gegen Bußgeldbescheid.

• Vollständigkeit und Korrektheit:
Ein gültiger Bußgeldbescheid sollte zu Beginn immer Auskunft über die begangene Ordnungswidrigkeit geben sowie Datum und Ort des Verstoßes nennen. Natürlich müssen auch persönliche Informationen wie Name und Adresse des Beschuldigten angegeben sein. Darüber hinaus sind z.B. ein Foto als Beweismittel sowie die Auflistung des zu leistenden Betrages und eventuelle Nebenfolgen wie beispielsweise ein Fahrverbot oder Punkte in Flensburg zu erwähnen.

• Verjährung:
Bei manchen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr kommt es vor, dass das Vergehen bereits nach wenigen Monaten verjährt ist. Trifft das auf Ihre Tat zu, können Sie gegen Ihren Bußgeldbescheid Widerspruch einlegen.

• Foto:
Wenn Sie im Straßenverkehr geblitzt wurden, ist es immer ratsam, sich das beigefügte Foto anzuschauen: Kann man Sie auf dem Bild nicht erkennen, weil es beispielsweise verpixelt oder unscharf ist, liegt möglicherweise ein guter Grund für einen Einspruch vor. Beachten Sie jedoch, dass die Behörden nicht verpflichtet sind, Ihnen ein Beweisfoto zu schicken und der Bußgeldbescheid trotzdem rechtskräftig ist. Bei Bedarf können Sie aber jederzeit ein Bild anfordern.

• Messfehler:
Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass 20 bis 80 Prozent der Geschwindigkeits- oder Abstandsmessungen mangelhaft sind. Mögliche Ursachen dafür sind Berechnungsfehler, eine falsche Bedienung oder ein fehlerhafter Neigungswinkel.

Wenn Sie also einen unvollständigen Bußgeldbescheid vorliegen haben, das Schreiben sogar bereits verjährt ist, Sie auf dem beiliegenden Foto nicht zu erkennen sind oder Sie Messfehler entdeckt haben, dann zögern Sie nicht mit Ihrem Einspruch.